Ursprünglich als Freizeitaktivität für das gehobene Bürgertum kam es Mitte des 19. Jahrhunderts
in Mode. Heute ist dieser facettenreiche, sanfte Sport aus der Freizeit- und Urlaubsgestaltung nicht mehr wegzudenken.
Warum eigentlich?
Sind Wanderer nicht jene seltsam gekleideten, fernab von herrlichen Autostraßen, durch dichtes Unterholz streifende
Wesen... und dabei singen die auch noch...
So erzählt der Unerfahrene mit verstörtem Blick.
gehört heute zu den wichtigsten Hauptreisemotiven der Deutschen. Bewegung in freier Natur öffnet die Sinne
für das Wesentliche, intensiviert Natureindrücke und ermöglicht Beobachtungen wie sie Wanderer, Radler
und Wasserwanderer mögen.

Wanderer werden eher als individualistisch bezeichnet, plaudern aber gern. Durch veränderte Geschwindigkeiten
kommt man mit verschiedenen Mitwanderern ins Gespräch, kann sich aber auch ohne weiteres wieder zurückziehen.
Wanderer aller Generationen begegnen sich so entlang der Wegstrecke und bei der Rast. Dieser Austausch unterstützt
das Erleben in einer Region mit ihren Eigenheiten und kulturellen Besonderheiten.

Wandern ist eine Wohlfühlsportart, eine sportliche Betätigung ohne Leistungsdruck. Es wirkt positiv auf das
Herz- Kreislaufsystem, den Stoffwechsel, die Atmung, die Muskulatur, das Immunsystem und nicht zu vergessen auf die Seele.
Als ausgesprochene Ausdauersportart kommt dem Wandern ein wichtiger Stellenwert in der Gesundheitsvorsorge zu.
Die "World Conservation Union" definiert nachhaltigen Tourismus als "umweltverträgliches Reisen und
Besuche zum Genuß und zur Bewunderung der Natur und der damit verbundenen kulturellen Besonderheiten, welche Naturschutz
fördern, wenige Umweltauswirkungen haben und sich auf aktive, sozialökonomische Partizipation der lokalen
Bevölkerung stützen".
Der starke soziale und kommunikative Bezug des Wanderns bietet die ideale Voraussetzung, um eine Region ganzheitlich zu erleben.
Der direkte Kontakt zur Bevölkerung und den kulturellen Besonderheiten ergeben sich auf einer Wanderung praktisch von selbst.
Wandern ist im Vergleich mit anderen Outdoor-Aktivitäten sehr naturschonend. Es fördert die Bildung eines intensiven
Bewußtseins für die Natur und Umwelt. Wandern ist also eine Form des nachhaltigen Tourismus.